Wie viel vom Solarstrom nutze ich selbst?
Drei Zahlen aus demselben Zeitraum reichen: was die Anlage erzeugt hat, was du eingespeist hast und was du aus dem Netz bezogen hast. Daraus rechnet sich, wie viel vom Dach im Haus geblieben ist.
Was die Zahlen bedeuten
- Selbst verbraucht ist Erzeugung minus Einspeisung. Der Anteil daran heißt Eigenverbrauchsquote: Wie viel von deinem Solarstrom ist im Haus geblieben?
- Vom Dach gedeckt ist der Selbstverbrauch geteilt durch alles, was du verbraucht hast, also Selbstverbrauch plus Bezug. Das ist der Autarkiegrad: Wie viel von deinem Bedarf kam vom eigenen Dach?
- Nicht gekauft ist der Selbstverbrauch mal dein Strompreis. So viel hättest du sonst beim Versorger bezahlt. Grundpreis und die Kosten der Anlage sind darin nicht enthalten.
Die beiden Anteile werden oft verwechselt. Eine große Anlage kann viel vom Bedarf decken und trotzdem den größten Teil ihres Stroms einspeisen.
Woher die drei Zahlen kommen
- Eingespeist und bezogen zeigt der Stromzähler: 2.8.0 ist die Einspeisung, 1.8.0 der Bezug. Welche Zahl wofür steht, erklärt Zählerstand ablesen.
- Erzeugt steht im Wechselrichter, in seiner App oder auf einem eigenen Erzeugungszähler.
- Derselbe Zeitraum für alle drei. Am einfachsten liest du alle drei am selben Tag ab, und ein Jahr später wieder.
Mit Speicher
Was in den Speicher geht und später im Haus verbraucht wird, zählt hier als selbst verbraucht. Die Verluste beim Laden und Entladen stecken ebenfalls darin, denn sie wurden erzeugt und nicht eingespeist.